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Tunten, Trinen, Sensationen

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Kommentare
Gabbing about: Bärbel vom Birmingham Pub
da muss ich bärbel absolut recht ...
Hier laufen die Täter
"ich wurde selbst schon opfer von langjä ...
Hier laufen die Täter
sorry raffigayte aber ich äffe nicht irgendein ...
Hier laufen die Täter
an den Herrn Barmbeker, in der Tat ...
Hier laufen die Täter
afghanistan meinte ich..-d
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28.01.10 / 11:44

Foto: cos

„Ich bin nicht der Club-Präsident“

Von der „Queen-City“ genannten Südstaaten-Metropole Charlotte in die Karnevalshochburg Mainz am Rhein – diesen Weg nahm Jeff Simpson (Foto rechts). Im Gepäck hatte er die Event-Idee „Takeover Friday“, kurz „ToF“. Seit September 2006 organisiert der IT-Mann monatlich einen Abend, an dem die schwul-lesbische Community in einer Heterokneipe deutlich Präsenz zeigt. Während Jeff, im „Maxim“ Plakate und eine Regenbogenflagge aufhängt, sprachen wir mit ihm über sein Party-Event, dass inzwischen auch in Frankfurt und Stuttgart selbstständige Ableger hat.

 

Jeff, heute eroberst du bereits zum 40mal eine nicht traditionell schwul-lesbische Kneipe in Mainz. Was ist daran für dich noch immer spannend?

Dass ich nie weiß, wie es läuft. Es kann sein, dass nur drei Leute kommen oder über siebzig! Im Durchschnitt sind wir so 20 bis 25 Leute. Einige Male haben wir auch schon eine Kneipe komplett für uns gehabt. Das war klasse! Außerdem läuft es immer unterschiedlich ab. Das liegt schon an den wechselnden Locations. Manche mögen eher große, moderne Kneipen, andere mögen es gemütlich und kuschelig. Durch die wechselnden Orte lernt man außerdem andere Kneipen kennen und hat einen Grund, mal woanders hinzugehen.

 

Aber du bist jetzt doch bestimmt schon in allen Mainzer Kneipen gewesen. Was ist da noch dein Kick?

Ja. In manchen sogar schon mehrmals. Es ist aber immer wieder spannend die Leute raus zu locken und zu schauen welche Leute zu uns kommen.

 

Welche Leute kommen zum Takeover Friday?

Oh, wenn ich jede mitzähle der einmal dabei war, sind wir bestimmt 200 Leute, die meisten aus dem Umkreis von Mainz und Wiesbaden. Vom Alter her sind die meisten so zwischen 30 und 40 Jahren.

 

Und es sind fast nur Männer…?

Nein. Es ist gemischt… Dank meiner Lesben-Marketing-Abteilung kommen immer mehr Frauen (lacht). Die Mädels machen den ToF jetzt auf Lesarion bekannt, da konnte ich ja nicht rein. Am Anfang war es nur ein Drittel Lesben, jetzt sind es mehr. Es gibt seit 2007 ja auch einen sehr erfolgreichen Ableger als „Ladies-ToF“, den Franka in Frankfurt macht.

 

Wissen die Kneipen eigentlich vorher Bescheid, dass ihr kommt?

Doch. Ich gehe vorher immer vorbei und sage Bescheid. In 95 % der Fälle gibt es auch keine Probleme. Aber ich bin nicht der Club-Präsident (lacht). Deswegen sage ich lieber immer noch mal vorher, dass ich nicht alles bezahle, was offen bleibt.

 

Gab es denn schon mal Probleme bei einem ToF?

Nein. Nur neulich im „Deja Vu“ haben wir uns von Anfang an nicht willkommen gefühlt. Mit Sprüchen wie „Bitte nicht hier sitzen“ oder „Dieser Tisch bitte nicht“ haben die uns immer mehr eingeschränkt. Aber das war eher eine Ausnahme.

 

Und wie viele Paare hast du über das spontane Kennenlernen beim ToF schon verkuppelt?

Oh, keine Ahnung. Vielleicht gibt es ja sogar schon “Takeover-Kinder”?!... Nein, aber ich habe hier meinen Freund im Eisgrub kennengelernt.

 

Der nächste „ToF“ mit Jeff findet wegen Fastnacht als Sunday-Brunch am 21. Februar im Gasthof Grün, Leibnitzstr. 27, statt. Eine vorherige Reservierung wird empfohlen! Infos über takeoverfriday.de

 

 

Von Cristina Costa

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