

Leder und Spiegelobjekte
Der gebürtige Stuttgarter Edin Karovic lebt seit 2004 in Mannheim; 2007 startete er als Gastronom mit dem „Inside“ im Quadrat S6, das inzwischen von Peter Kampschulte weitergeführt wird. Nach der Wahl zum Mr. Leather Baden-Württemberg im März 2007 wurde Edin Ostern 2007 als German Mr. Leather für ein Jahr zum Repräsentant der deutschen Fetisch-Szene gewählt. Seine künstlerische Arbeit „Spiegelfaktor“ nahm er 2004 auf, 2006 kam die erste Ausstellung im „Why Not“ im Mannheimer Jungbusch sowie auf der Lichtmeile 2006 in Mannheim. Wir trafen ihn zu einen persönlichen Jahresrückblick in seinem Atelier in der Mannheimer Neckarstadt.
2009 geht langsam zu Ende, wie blickst du auf dieses Jahr zurück?
Unser CSD hat mir besonders gefallen, war so ein Lichtblick des Jahres. Gut gefallen hat mir die Kombination mit dem Regenbogenfest, ähnlich wie in Stuttgart mit der Hocketse. Riverboat von Menschen im Quadrat war ein Highlight, war richtig schön, Wetter, Stimmung, und das Team um DJ Waltraud und Frau Hollenbach. Nach dem Verlust meiner Mutter hatte ich mich sehr zurückgezogen, aber es war ein gutes Gefühl, dort unter Leute zu kommen und viele freundliche Gesichter wieder zu sehen.
Was gibt’s aus der Fetisch-Szene zu berichten?
Ich war kaum fetischmäßig unterwegs in Mannheim. Außer beim CSD, weil ich da Lust hatte. Ich lebe es eher privat aus, ich war so ‚Overblacked’ und overdosed nach dem GML-Jahr – nicht schon wieder Leder! Mittlerweile bin ich auch gerne wieder in Fetisch auf speziellen Veranstaltungen unterwegs, allerdings 24 Stunden in Fetisch ist nicht meins. Dazu gehört Lust, den Fetisch mit Genuss wahrzunehmen. Auf der Hunk Party, die übrigens auch top war, war ein Großteil des Publikums in Fetisch. Das hat sehr harmoniert, war eine gute Veranstaltung aus den Reihen des IMC-Teams um Willi.
Mit ‚Spiegelfaktor’ schaffst du selbst faszinierende Kunst-Unikate, hast du Tipps für Kunstinteressierte?
Nachtwandel im Jungbusch, und die Lichtermeile in der Neckarstadt, der Kunstladen in der Mittelstrasse und die Eröffnung von „a different view“ meets „Mutzwerk“ am 28.11. in S6/15. Das ist ein Projekt von befreundeten Künstlern, die handmade Webarbeiten und Fotographie kombiniert. Zusammen mit dem „Dschungel“ wird S6 langsam zum Kunstquadrat der Mannheimer Szene.
Es gab das Gerücht du wärst unter der Haube ...
(lacht) Die Geschichte war folgende: bei der Verpartnerung einer Bekannten bekam ich gezielt den Brautstrauß zugeworfen, daraus entstand die Idee, mich mit einem guten Freund virtuell bei Facebook zu verpartnern. Mit Fotos von uns in Anzügen. Die Reaktionen waren erstaunlich, es kamen Glückwünsche aus ganz Deutschland, bis auf zwei, drei Bekannte, haben alle es ohne Rückfragen geglaubt... Inzwischen sind wir aber virtuell geschieden und haben über das „Missverständnis“ aufgeklärt. Wobei ich „geschieden“ dem Status Single durchaus vorziehe.
Edins Kunst-Links:
von Alex Massoth

























