

Gabbing about: Mauela Mock
Manuela-Rebecca Mock (geb. 22.1.1961 in Wiesbaden), lebt seit 1978 in Frankfurt. Sie besuchte die Schauspielschule und bereiste die Welt. Heute betreibt sie die Boutique „Transnormal“.
Du bist auf jeder guten Party und Veranstaltung eingeladen. Da stellt sich die Frage, wo du herkommst und wo du hin möchtest?
Meistens komme ich von zuhause und freue mich über die vielen netten Einladungen. Die Frankfurte Gay-Szene bietet so viel Abwechslung und ist in den letzten Jahren durch viele schillernde Menschen bereichert worden. Jeder kann ein Star sein, sich in Szene setzen und die Nächte durchfunkeln. Ich möchte einfach dorthin, wohin jeder möchte: ans Ziel! Und welches das ist, entscheidet stets der aktuelle Moment. Es kann schlicht und einfach der Powder-Room, der Taxi-Stand oder eine erfüllte Liebe sein.
Erzähle etwas über deine Boutique “Transnormal“.
Bei „Transnormal“ biete ich Männern, die eine weibliche Seite in sich tragen, die Möglichkeit, ihre männliche Rolle für eine gewisse Zeit abzustreifen. Transvestiten, die sich normal kleiden möchten, sind mein Aufgabengebiet. Drag-Queens oder Show-Transvestiten findet man bei mir in der Regel nicht, denn hier geht es um das pure Ausleben der sonst verborgen schlummernden Weiblichkeit. Transnormal sein, die Seele baumeln lassen.
Du hast die Welt bereist und viele Berühmtheiten getroffen. Was war die pikanteste, witzigste und imponierendste Begegnung?
Die wichtigste Begegnung war die Begegnung mit mir selbst. Meine gesamte Persönlichkeit habe ich mir aus Vorbildern und Idolen zusammengebastelt. Ich habe aufmerksam beobachtet, was ich an Positivem übernehmen kann, und es für mich passend umgesetzt. Wenn ich auf Menschen treffe, dann begegne ich ihnen mit Respekt, ohne auf Status oder Äußerlichkeiten zu achten.
Wie war dein erstes Mal?
I don`t kiss and tell… nur soviel: Gentlemen prefer Blondes... but who said, that Blondes prefer Gentlemen?
Was magst du an Frankfurt - was geht dir auf die Nerven?
Frankfurt ist meine Heimat. Du kannst es nicht zähmen, das kleine wilde Frankfurt. Man könnte eher versuchen, einen Sattel auf einen Tornado zu schnallen. Ich mag den Main, morgendliche Tanzeinlagen auf der Friedensbrücke nach einem schönen Picknick mit Freunden am Ufer. Die Kleinmarkthalle, die Austern, die ich dort schlürfen kann, und den ungeheuer bunten Alltag mit seinem Großstadtflair im übersichtlichen Dorf-Format. Auf die Nerven geht mir, dass Los Angeles so weit weg von Frankfurt entfernt ist. Wer mich kennt, der weiß warum....
Von Crystel Cox

























